1. Platz - WBW Ortolfstraße

Auftraggeber
zanderroth architekten
Ort
Berlin
Jahr
2014
Dauer
5 Werktage
Altglienicker Höfe – hier wird günstig gewohnt
Die Wohnbauten-Gesellschaft mbH „Stadt und Land“ plant ein nachhaltiges und modernes Wohnungsquartier für alle Altersgruppen in Altglienicke

Es ist ein besonderes Neubauprojekt, welches die Wohnbauten-Gesellschaft Stadt und Land zwischen der Schönefelder Chaussee und der Ortolfstraße umsetzen will. Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern sind circa 350 Wohnungen mit insgesamt 28.000 Quadratmetern Wohnfläche geplant. Auch ein öffentlicher Spielplatz und ausreichend Stellplätze sollen entstehen.

Hofgemeinschaften angedacht

In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt wurde ein nach eigenen Angaben nachhaltiges und modernes Konzept für das Wohnquartier erarbeitet, welches für alle Altersgruppen geeignet sein soll. Ein Großteil der geplanten Wohnungen ist barrierefrei. Die 1,5- bis 5-Zimmer-Wohnungen werden unterschiedliche Ausstattungen haben, welche daher mit Staffelmietverträgen vergeben werden. Eine weitere Besonderheit bildet das Gebäude für an Demenz erkrankte Menschen. Hier soll eine angepasste Umgebung entstehen. Eine gleichmäßige Verteilung der rund 20 Baufelder soll Freiräume ermöglichen, welche mit Gemeinschaftshöfen, Privat- und Gemeinschaftsgärten besetzt werden.

„Durch die gemeinschaftlichen Höfe entstehen Hofgemeinschaften, die Mietern und Eigentümern, Rentnern und Familien, Singles und Paaren ein Zuhause geben. Die Gärten sind als Pendant zu den Höfen gemeinschaftlich genutzte grüne Räume“, so eine Sprecherin der Stadt und Land.

„Inwiefern all das umsetzbar ist und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, ist mir nicht bekannt. Bisher ist dies nur ein Planungswunsch“, erklärt Axel Sauerteig (Grüne), Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung und Tiefbau. Sauerteig hofft auf eine Umsetzung der Versprechen. „Das Projekt der „Altglienicker Höfe“ war bislang nur einmal im Ausschuss, wir haben darin den politischen Wunsch geäußert die Mieten gering zu halten. Ob sich der Träger allerdings daran hält, liegt nicht in unseren Händen. Bislang sind es nur blumige Aussichten“,
so Sauerteig.

Mehr Platz

Die aufgelockerte Bebauung zwischen Einfamilienhäusern sei zu begrüßen. „Mehrfamilienhäuser würden viele freie Wohnungen bedeuten, aber es wäre nicht das, was sich die Menschen im direkten Umfeld wünschen“, sagt der Bezirksverordnete.

Baubeginn 2015

Um diese Bauweise zu ermöglichen, hatte sich Stand und Land für ein zweistufiges Konzeptwerkstatt-Verfahren entschieden. Darin wurden erst die Architekten ausgewählt und dann die Vorgaben aus der Öffentlichkeitsbeteiligung hinzugefügt. Den Auftrag erhielt das Architektenbüro Zanderroth und Herrburg Landschaftsarchitekten, welche nun gemeinsam einen Projektplan erstellen. „Eine Beendigung des Bebauungsplan-Verfahrens ist Anfang 2015 geplant“, sagt Stadt-und-Land-Sprecher Frank Hadamczik.

Autor: Helen Hagemeier