LUFTRAUM BERLIN / WB Gasometer Schöneberg - Anerkennung

Auftraggeber
Simon Mögel / Querkopf Hamburg
Ort
Berlin
Jahr
2015
Dauer
4 Werktage

Der EUREF Campus in Berlin wandelt sich dieser Tage zu einem Wissenschaftsstandort, auf dem Mitarbeiter aus aller Welt zusammenkommen werden. Daher wurde ein Nutzungskonzept für den alten Gasometer entwickelt, das den ansässigen Firmen die Möglichkeit bietet, temporären Mitarbeitern eine attraktive Wohnmöglichkeit in Form eines Boardinghouses in unmittelbarer Nähe zu ihrem Arbeitsplatz anzubieten.

Der Gasometer in Berlin Schöneberg prägte durch seine Höhe viele Jahrzehnte das Stadtbild von Berlin. Allerdings wird durch die immer höher werdende Umgebungs-Bebauung die ursprüngliche Auffälligkeit reduziert, wodurch das Industriedenkmal seine weit sichtbare Wirkung als Orientierungspunkt verliert.
Somit erschien es sinnvoll, dem Gasturm die ursprüngliche Dimension zurückzugeben und die Differenz zur umliegenden Bebauung als Überhöhung in Form eines Neubaus sichtbar werden zu lassen. Damit erhält das Gebäude den alten ‚landmark‘-Charakter zurück, und gleichzeitig bleibt die reizvolle Hülle des Gasometers als unbebautes Industriedenkmal erhalten und erlebbar.
Städtebaulich gesehen ‚fliegt‘ der Neubau als mehrgeschossiger, klar definierter Baukörper über dem Gasometer und wird nur durch drei massive Betonstützen unterbrochen, die als einzig sichtbares vertikales Element den Neubau mit dem Bestand verbinden. Sie dienen der Erschließung, tragen das Gebäude und verankern es im Boden.
Das Gebäude über dem Gasometer gliedert sich vertikal in zwei Funktionsbereiche. Die erste Ebene verfügt über öffentlich zugängliche Flächen wie ein Restaurant, Fitnessstudio und Spa, auf den Ebenen darüber erstreckt sich das Boardinghouse mit einem offenen Innenhof über acht Geschosse.
Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes über dem Gasturm wird durch einen homogenen Metallmantel geprägt, der den Neubau stockwerkübergreifend umhüllt.